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Die festen Zugskompositionen bestanden aus immer 14 klimatisierten Einheitswagen III. Eine Besonderheit des Swiss-Express war, dass die Züge nicht nur immer gleich zusammengesetzt waren, sondern dass auch die Fahrzeuge immer in der gleichen Richtung eingeordnet waren.
Gezogen wurden die Kompositionen von einer der acht dafür hergerichteten Re 4/4II der ersten Bauserie, die nur einen Stromabnehmer haben. Um bei allfälliger Doppeltraktion (die in der Praxis selten war) zu verhindern, dass die Stromabnehmer der beiden Loks zu nahe beieinander waren, wurden die Loks immer so abgedreht, dass der Stromabnehmer auf der Seite Zürich war. Da die Erstklasswagen ebenfalls immer auf der Seite Zürich waren, ergibt sich folgende Komposition:
In Fahrtrichtung Zürich: Lok Re 4/4 " - AD - 5 A - WR - 7 B. Die Wagen hatten Nummernschilder 1–14. In Fahrtrichtung Genf bzw. St. Gallen: genau gleich, einfach umgekehrt. Die Ausrichtung des Speisewagens (Stromabnehmer immer Seite Zürich) war vermutlich so gewählt worden, damit die Erstklasspassagiere nicht den schmalen Seitengang neben der Küche durchqueren mussten, um in den Speiseraum zu gelangen. Fünf Kompositionen wurden für den Fahrplanbetrieb benötigt, die sechste Komposition und einige zusätzliche Wagen dienten als Reserve. Bei Hochbetrieb wurde der folgende B mit Tischen ausgerüstet und als WR-Abteil bedient.
Wagen und Lokomotiven waren in den Farben Orange / Steingrau lackiert und mit der automatischen UIC-Kupplung ausgerüstet. Auf die Kupplung stützte sich der druckdichte Durchgang von Wagen zu Wagen ab. Die Aluminiumkasten der Wagen sind leicht schräg, weil ursprünglich ein Neigemechanismus vorgesehen war, welcher sich dann nicht bewährte. Die Züge fahren nach der Zugreihe R (höhere Geschwindigkeit in Bogen), auch heutzutage auf dem BLS-Netz. Der AD-Seitengang hat eine für die SBB unübliche Bauart. Er hatte auch ursprünglich sechs Abteile, da für damalige Verhältnisse das Gepäckabteil viel zu klein war, wurden drei A-Abteile zum Gepäckabteil umgebaut, ein Abteil wurde das Bureau für das Zugspersonal.
Geschichte
Mit der Einführung des Taktfahrplanes 1982 wurde die Bezeichnung Swiss Express aufgegeben. Der Intercity ersetzte den Swiss-Express. Anschliessend wurden die Re 4/4II-Lokomotiven mit konventionellen Schraubkupplungen ausgestattet. Ebenso erhielten die sechs Endwagen AD (Gepäck und 1. Klasse) am Ende ohne Übergang eine Schraubkupplung, ein weiterer A wurde in den siebten AD umgebaut. Sieben Zweitklass-Wagen wurden zu Steuerwagen (Vielfachsteuerung SBB System 3d) umgebaut, am Ende mit dem Führerstand erhielten sie ebenfalls eine Schraubkupplung eingebaut. Die Speisewagen erhielten beidseits Schraubkupplungen, normale Gummiwulst-Übergange und einen rot/steingrauen Anstrich. Bis 2006 wurden sie zusammen mit Einheitswagen IV in Intercity-Zügen eingesetzt, anschliessend wurden die WR IV abgebrochen.
Mit dem Einsatz von Wendezügen (in der Schweiz: Pendelzügen) fällt der aufwändige Lokwechsel an Endstationen und in Kopfbahnhöfen wie Zürich HB weg. Der ehemalige Swiss-Express ersetzte die bisher tannengrünen Schnellzüge zwischen Luzern und Zürich-Flughafen, die zuvor mit Steuerwagen DZt und RBe 4/4-Triebwagen geführt worden waren. Ebenfalls wurden Züge Genève–Lausanne–Bern–Luzern geführt.
Für diese Züge mussten nicht mehr spezielle Lokomotiven vorgehalten werden, der orange/steingraue Zug verkehrte nur noch selten mit einer passenden Lokomotive, grüne und später rote Re 4/4II wurden eingesetzt. Einige der acht Re 4/4II wurden anlässlich von Revisionen mit dem bei den SBB üblichen Verkehrs- oder Feuerrot lackiert.
2004 wurden die orangefarbenen Zugskompositionen samt einigen Re 4/4II-Lokomotiven an die BLS Lötschbergbahn verkauft. Dort erhielten sie unter der Bezeichnung «EW III»[1] die neuen Hausfarben der BLS (Lindengrün / Blau / Grau), ein neuer Meilenstein in ihrer Laufbahn. Auch die Lokomotiven erhielten die Farben der BLS und werden als Re 420.5 bezeichnet. Die Garnituren verkehren heute als Regio-Express-Züge der BLS von Bern aus nach Luzern und Neuchâtel, dabei eingesetzt werden entweder die zugekauften Re 420 oder die BLS Re 465.
Auf der ursprünglichen Stammstrecke des Swiss-Express fahren heute IC 2000-Züge.
Der Ausdruck «Swiss-Express» ist immer noch geläufig, das macht sich die Schweizer Post zunutze, die seit circa 2001 ihre Eilsendungen unter dem Namen «Swiss Express» anbietet.
Mit dem Steuerwagen voraus ist der Swiss-Express auf der Anlage Burghausen unterwegs.
Der Swiss-Express vor der Kulisse des Ecksteinhorns
Der Swiss-Express im rechten Gleisvorfeld von Burghausen.
Im Wendezugbetrieb die Re4/4 II der SBB in Swiss-Express-Lackierung ab 1967 in Dienst gestellt.